Metal-Ästhetik der 80er
Ausgangspunkt dieses Projekts war die Idee, ein Shooting mit Metal-Fans umzusetzen, das visuell an die Hochphase des Genres Mitte der 1980er-Jahre erinnert. Ziel war es, eine Bildserie zu schaffen, die in ihrer Anmutung so wirkt, als sei sie tatsächlich in dieser Zeit entstanden – authentisch, reduziert und mit einer klaren Referenz an die Bildsprache jener Ära.
Die größte Herausforderung bestand zunächst darin, passende Protagonisten zu finden. Der Zufall spielte schließlich eine entscheidende Rolle: Auf einem Filmfestival in Regensburg begegnete ich einer Gruppe, die dem gesuchten Erscheinungsbild in jeder Hinsicht entsprach – von Turnschuhstiefeln und Kutten bis hin zum charakteristischen Oberlippenbart, wie man ihn aus den 80ern kennt.
Da die meisten von ihnen aus dem Ruhrgebiet stammten und nur kurzzeitig in Regensburg waren, musste die Umsetzung kurzfristig geplant werden. Nach einem ersten Gespräch und der Vorstellung des Konzepts erklärten sie sich bereit, an dem Projekt teilzunehmen.
Das Shooting fand bereits am darauffolgenden Tag statt. Als Location wählte ich den alten Ostbahnhof in Regensburg, dessen raue und atmosphärische Gegebenheiten die gewünschte visuelle Stimmung unterstützten. Um die zeitliche Referenz konsequent zu unterstreichen, entschied ich mich für eine Schwarz-Weiß-Ausarbeitung mit feiner Körnung. Dadurch entstand eine Bildwirkung, die an analoge Aufnahmen der 1980er-Jahre erinnert.
Fotografiert wurde mit der Fuji X-T4, die Nachbearbeitung erfolgte in Lightroom und Exposure.

