Ein Nachmittag mit Gerd Lehmann
Es gibt Fotografen, deren Bilder man kennt. Und es gibt Fotografen, deren Bilder eine Zeit überdauern.
Gerd Lehmann gehört für mich zur zweiten Kategorie.
In der DDR war er einer der bekanntesten Fotografen der Modebranche. Seine Arbeiten erschienen in den großen Modezeitschriften des Landes. Doch mit dem, was viele seiner Kollegen fotografierten, war er nicht zufrieden. Zu inszeniert, zu künstlich, zu weit entfernt von dem, was ihn eigentlich interessierte.
Also brachte er sich das Fotografieren selbst bei.
Sein Anspruch war nicht, es genauso zu machen wie die anderen. Er wollte seinen eigenen Weg finden – und besser werden.

